Eine Kiste explodierender Mangos – Mohammed Hanif

Ein paar Mal habe ich exotische Literatur gelesen. Dieses Buch habe ich auch nicht zu Ende gelesen. Das ist bedauerlich, weil es schon etwas hatte. Aber im Laufe der Zeit werde ich immer mehr zum Bücherkonsumenten. Es reicht nicht, wenn ein gut Buch ist. Es muss mich unterhalten und dazu noch in einer bestimmten Weise ansprechen.

Hanifs Humor ist wirklich nicht schlecht. Für pakistanische Verhältnisse vielleicht sogar derb. Doch auf mich wirkt das altbacken. Und ausser Humor habe ich nichts anderes herausgelesen, was prickelnd gewesen wäre.

Da kann ich eher, viel eher 08/15 von Hans Hellmut Kirst empfehlen.

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Schlicht

Walls (1896) by Constantine P. Cavafy (1863-1933)

Without consideration, without pity, without shame,
they have built great and high walls around me.

And now I sit here and despair.
I think of nothing else: this fate gnaws at my mind;

for I had many things to do outside.
Ah why did I not pay attention when they were building the walls.

But I never heard any noise or sound of builders.
Imperceptibly they shut me from the outside world.

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08/15 – Hans Hellmut Kirst

Der gedankliche Vorläufer aller Eis-auf-Stiel-Filme. Nur dass die Helden Asch und Vierbein heißen und das ganze in der Kaserne spielt. Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen. Ich fand es witzig, auch wenn ich jetzt nicht genau sagen kann warum.

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Hubert Selby Jr. über den Beginn seiner Schreibtätigkeit

„I started writing because I did not want to die having done nothing with my life“, aus der Einführung von Last Exit to Brooklyn, Hubert Selby Jr.

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Die Straße – Cormac McCarthy

Ein Endzeitepos in einem verwüsteten Amerika bietet die Bühne für eine Vater-Sohn-Beziehung, welche den Sohn darauf vorbereiten soll, dass er so gut wie keine Zukunft hat, er aber trotzdem nicht aufgeben soll. Vielleicht hat sich das der Autor so gedacht.

Nun sogar die besten Werke der Weltliteratur sind nicht Jedesmanns Sache und in diesem Fall kann ich mit diesem hochgelobten Stück nichts angefangen. Selten ist mir ein derart langweiliges Stück Prosa untergekommen. So was von öde.

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Das Ministerium der Schmerzen – Dubravka Ugresic

Ein kroatischer Flüchtling, die als Dozentin für Jugoslawistik in Amsterdam arbeitet. Sie unterrichtet ein Fach, das es eigentlich gar nicht mehr gibt, in einer Stadt, die unwirklicher ist als andere Städte. Dort trifft sie auf ihre Schüler, die ebenfalls in einem fremden Land aus unterschiedlichen Gründen gestrandet sind. Statt zu unterrichten, wird das Ganze zu einer Art Wiederkäuen der Vergangenheit, zum Rekapitulieren des Geschehenen.

Man versucht sich damit abzufinden, dass die Grundlage des eigenen Lebens entzogen wurde, und versucht krampfhaft, etwas Neues aufzubauen. So Recht weiß keiner weiter.

Dieses Buch zur Ex-Jugoslawien-Thematik fängt ganz gut. Die ersten 100 Seiten sind ganz gut lesbar. Danach geht der Autorin die Puste aus. Das Ganze driftet dann irgendwo ins Freudsche ab, bevor es eine Art Club der Toten Dichter-Wendung gibt, gefolgt von einem fast-American-Psycho-Ende. Das muss man sich nicht antun. Ein besseres Buch mit ähnlicher Thematik liefert Edo Popovic ab.

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Dunkler Schlaf – Karin Fossum

Zwei noch pubertierende Erwachsene, die sich die Zeit auf wenig soziale Art vetreiben. Dazu noch ein totes Baby und ein versuchter Raub.

Als etwas dabei schief geht, bleibt einer der Täter – Andreas – verkrüppelt im Haus zurück. Die alte Hausbesitzerin, die eine hässliche Weltsicht an den Tag legt, hat so ihre eigenen Vorstellungen, was sie mit Andreas anstellen will. Zur Polizei geht sie jedenfalls nicht.

Die Polizei ihrerseits tut sich zunächst etwas schwer, das Verschwinden des Andreas’ als ein Verbrechen einzustufen. Vor allem weil sein Komplize – Zipp – eisern schweigt. Irgendwie kann er sich nicht vorstellen, was mit Andreas passiert ist.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeitfenstern erzählt. Das macht es zunächst mal schwierig, das Ganze zu erfassen. Gut beschrieben, finde ich, die Denk- und Handlungsweise der Polizei. Die involvierten Polizisten haben mit eigenen Problemen und mit der eigenen Geschichte zu kämpfen.

Nun ist diese Geschichte ganz gut konstruiert, und trotzdem könnte ich nicht sagen, dass sie spannnend wäre. Leider wird dieses Buch zu denjenigen gehören, die ich ganz schnell vergessen wäre. Vielleicht ist dieser Stoff bei einem Glass Rotwein eher geniessbar.

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Tödliches Gewissen: Tokio Killer – Barry Eisler

Also ein netter Schmöker, um sich die Zeit zu vertreiben. Ein Thriller typisch amerikanischer Machart. Mehr reißerisch geht kaum. One-Man-Show-Fiktion.

John Rain soll einen Auftrag des Mossad ausführen. Doch der Killer, der sonst nie Fehler macht, macht einen und der Mossad ist not very amused. Der Mossad will ihn sogar schnell beseitigen, um die Spuren zu verwischen. Gleichzeitig nimmt ein Ex-CIA-Mann die Fährte von John Rain auf und setzt seinerseits einen Profikiller auf John Rain an.

Was fällt noch zum perfekten Thriller-Cocktail?

Natürlich: Die Liebe!

Und die ist auch derart, dass John Rain nicht weiß, ob sie es ernst meint oder *drei Mal dürft ihr raten!!!* ob sie ihn auch umbringen will?! Naja, auch wenn sie selbst eine Killerin ist, kann sie bei dem Killer nur schwach werden, oder?

Achja, John Rain rühmt sich ja, dass natürliche Tode seine Spezialität wären. Drei Mal dürft ihr raten, wie oft ihm das im Roman gelingt?!! Na….

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Unterwegs – Jack Kerouac

Womöglich das langweiligste Kultbuch, das es je gegeben hat. „Unterwegs“ ist nicht schlecht. Aber das große Ganze ist es nicht. Es ist ein Buch aus einer anderen Zeit. Die Ölkrise ist weit weg und 10 Liter Benzin kosten so viel wie ein Brötchen. Es ist das Leben auf den Highways, das Kerouac schildert. Ein ewiges hin und her zwischen der Ost- und Westküste der USA.

„Dean durfte als nicht mit uns mitfahren, und mir blieb nichts anderes übrig, als mich hinten in den Cadillac zu setzen und ihm zu winken. Auch der Buchmacher am Steuer wollte nichts mit Dean zu tun haben. Dean, abgerissen in seinem mottenzerfressenen Mantel, den er extra für die arktischen Temperaturen an der Ostküste migebracht hatte, zog allein los, und das letzte, was ich von ihm sah, war, wie er an der Seventh Avenue um die Ecke bog, den Blick auf die Straße vor ihm gerichtet, wieder einmal entschlossen und konzentriert. Die arme Laura, meine Liebste, der ich alles von Dean erzählt hatte, fing beinahe an zu weinen.“ Weiterlesen

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Ach – es wird schon alles – gut

Hier ist ein Text von Dr. Oehmen, in dem er versucht zu erklären, was im japanischen Kraftwerk vor sich geht und wieso alles unter Kontrolle ist. Weil der Text besonders sachlich ist und Dr. Oehmen neben der Tatsache, dass sein Vater Kraftwerkstechniker war/ist, auch noch Experte in Sachen Journalismus ist, erklärt er uns von Anfang an:

„Dieser Text ist zwar lang, aber wenn Sie ihn gelesen haben, wissen Sie mehr über Atomkraftwerke als alle Journalisten auf dem Planeten zusammen.“

Das ist ein schönes Gefühl, nun da ich den Text gelesen habe.

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